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realERP QS-Gate · Prüfstand und Cockpit

Geprüft, bevor es der Kunde sieht.

Nach jeder Änderung spielt das QS-Gate die komplette realERP-Anwendung auf einem festen Datenstand durch: Buchhaltung, Geschäftsprozesse, Ausgabeformate, Oberfläche, Rechte und Sicherheit. Jede Abweichung vom freigegebenen Stand wird sichtbar, bewertet und nachweisbar entschieden.

30
Prüfphasen im vollen Lauf, drei davon optional
1.373
Szenarien über alle Module bis zum Endzustand
74
Konsistenzregeln, davon 9 Abstimmregeln wie Nebenbuch – Hauptbuch
8.830
Prozessvarianten im Katalog

Phasen, Szenarien und Regeln: Stand v46 des Prüfstands (31.10.2026). Prozessvarianten: Lauf vom 29.10.2026.

Alle Prüfbausteine, ein Urteil.

Das QS-Gate prüft nicht nur, ob die Anwendung antwortet, sondern ob sie fachlich richtig bucht, unter Druck stabil bleibt und jede Entscheidung belegt. Die Bausteine sind danach gruppiert.

Fachlich richtig

Rechnet nach, statt nur zu vergleichen: Buchungen, Salden, Belegketten und Formate gegen Gesetz, Customizing und SAP-Praxis.

9 Bausteine
  • Geschäftsprozess-Szenarien

    1.373 Szenarien spielen Prozesse über die API bis zum Endzustand durch, dazu die In-App-Prüfketten für FI, CO, SD, MM, WM, PP, HR und CRM.

  • Prozessvarianten 9v

    Zustandsmodelle für O2C, P2P, Fertigung und Anlagen erzeugen Belegketten mit Teillieferung, Storno, Storno vom Storno, Gutschrift und Retoure – geprüft bis ins Hauptbuch.

  • Buchungsorakel

    Schattenbuchhaltung: Für jeden gebuchten Vorgang wird die FI-Buchung aus Beleg und Customizing selbst nachgerechnet und je Kontenrolle mit dem Beleg der App verglichen.

  • Konsistenz und Abstimmungen

    74 Regeln über die ganze Datenbank, darunter Nebenbuch – Hauptbuch für Debitoren, Kreditoren und Anlagen, Saldovortrag, Jahresergebnis, Soll = Haben je Währung.

  • Metamorphe Prüfungen

    Beziehungen, die fachlich gelten müssen: Original plus Storno ändert keinen Saldo, doppelte Menge verdoppelt jede Belegzeile, die Reihenfolge unabhängiger Belege ist egal.

  • Formatprüfung

    XRechnung, ZUGFeRD, DATEV, GoBD-Export, SEPA, camt.053 und ELSTER gegen die Normen. Amtliche Prüfprogramme – KoSIT, Mustang, ISO-20022-XSD, BMF-DTD – werden gerade eingebunden.

  • Golden-Konsistenz und Golden-Stand

    Vor der ersten schreibenden Phase laufen alle Regeln auf dem frisch zurückgesetzten Datenstand. So trennt das Gate Fehler im Golden-Record von Fehlern der neuen Version.

  • SAP-Abgleich Hinweis

    Customizing des SAP-ECC-Testsystems gegen realERP – Kontenfindung, Bewegungsarten, Steuerkennzeichen, verglichen nach Kontenrollen. Nicht freigaberelevant.

  • KI-Zweitprüfung Hinweis

    Eine KI prüft eine Stichprobe der Fachbelege nach HGB, UStG und SKR. Ihre Hinweise ergänzen die Regeln, sie entscheiden nie über die Freigabe.

Technisch robust

Von jeder Schnittstelle bis zur letzten Maske: was unter falschen Eingaben, fremden Rechten, Gleichzeitigkeit und Last passiert.

10 Bausteine
  • Schnittstellen und Schema

    Katalog aller Operationen, jeder lesende Endpunkt mit echten Daten, KI-/MCP-Lesewerkzeuge und SQL im Backend gegen das Datenbankschema.

  • Oberfläche und Klickpfade

    Jede Maske mit Bildschirmfoto, Text- und Pixelvergleich; Knöpfe, Leer-Speichern und Kernprozesse per Klick; Pflichtfelder Oberfläche gegen Backend.

  • Dubletten in Auswahllisten

    Jede Auswahlliste nennt jeden Eintrag einmal – doppelte Steuerpositionen oder Kopien fremder Mandanten fallen sofort auf.

  • Fehleingaben und Datentyp-Fuzzing

    Leere und falsche Eingaben je Feld, mit Prüfung auf Seiteneffekte: Ungültiges muss fachlich abgewiesen werden, nie mit Serverfehler.

  • Rechte und Mandanten

    Matrix aus Rollen und schreibenden Routen, Zugriff auf fremde Mandanten; begründete Ausnahmen stehen dokumentiert in der Konfiguration.

  • Sicherheit

    Mandanten- und Buchungskreistrennung auch schreibend, Eingabe-Angriffe, Anmeldung und Token.

  • Nebenläufigkeit und Last

    Bis zu zehn gleichzeitige Zugriffe auf denselben Beleg und acht virtuelle Benutzer: keine Doppelbuchung, keine doppelte Nummer, Antwortzeiten im Blick.

  • Barrierefreiheit

    Kernmasken mit axe-core nach WCAG 2.1 AA und in der Mobilansicht mit 390 px Breite.

  • App-Log

    Warnungen und Fehler im Protokoll der App, je Meldungstyp. Ein neuer Typ zeigt stille Rückfälle, die keine Maske verrät.

  • Variantenläufe

    Gemischte Szenario-Reihenfolge, Wiederholung roter Szenarien in Isolation und verstellte Uhr oder Zeitzone finden Fehler, die nur manchmal auftreten.

Nachvollziehbar und revisionssicher

Jede Beobachtung wird gegen die freigegebene Referenz gestellt, jede Entscheidung trägt einen Namen und landet in einer gesicherten Kette.

7 Bausteine
  • Vergleich gegen die Referenz

    Gleicher Golden-Record, eingefrorene Uhr, normalisierte IDs und Zeitstempel: Es fallen nur echte Änderungen auf – bis hin zum Datenbank-Delta je Tabelle.

  • Urteil mit Muss-Kriterien

    Qualitätspunkte von 0 bis 100 und feste Muss-Kriterien entscheiden über GO oder NO-GO – regelbasiert und für jeden Lauf gleich.

  • Vier-Augen-Freigabe

    Jede Abweichung wird begründet freigegeben oder abgelehnt, kritische mit zwei Personen. Erst danach wird der Stand zur neuen Referenz.

  • Protokollkette

    Läufe, Freigaben und Referenzwechsel sind über eine SHA-256-Kette verbunden. Ein druckbarer Prüfbericht fasst jeden Lauf zusammen.

  • Befunde nach Ursache

    Fehlschläge werden nach gemeinsamer Ursache gebündelt und automatisch einem Bereich zugeordnet – das Wichtigste steht oben.

  • Prüfauftrag in Paketen

    Alle Probleme als Markdown-Export mit Reproduktion, in Paketen nach Priorität und Zuständigkeit – direkt für Entwicklung und KI-Coding-Agenten.

  • Mutationstest in Arbeit

    Absichtlich eingebaute Buchhaltungsfehler zeigen, ob die Prüfungen sie finden. So wird die Schärfe des Gates selbst messbar.

Vom Merge zur Freigabe.

Jede neue Version startet auf demselben Datenstand mit eingefrorener Uhr. Ein Commit, der während eines Laufs eintrifft, wartet und wird danach automatisch geprüft. Für schnelle Rückmeldung gibt es zusätzlich den Schnelllauf, der nur die berührten Bereiche prüft.

  1. Übernahme

    Merge

    Die neue Version kommt in den QS-Zweig; das Gate erkennt sie selbst.

  2. Reset

    Golden-Record

    Datenstand zurücksetzen, Uhr auf den Stichtag einfrieren, dann Golden-Konsistenz.

  3. Prüflauf

    30 Prüfphasen

    Von Katalog und Schema über Szenarien, Formate und Sicherheit bis zu Konsistenz und Buchungsorakel – vollautomatisch.

  4. Bewertung

    Urteil

    Jede Beobachtung gegen die Referenz, Muss-Kriterien entscheiden.

  5. Entscheidung

    Freigabe

    Vier-Augen-Prinzip, begründet und protokolliert; der Stand wird neue Referenz.

Darf diese Version zum Kunden?

Das Cockpit beantwortet die Frage mit einem Urteil, das jeder nachprüfen kann – mit Begründung, Verlauf über viele Läufe und Prüfauftrag für die Entwicklung.

Zum Cockpit anmelden
GO
Alle Muss-Kriterien sind erfüllt – etwa Start auf frischem Golden-Record, keine offene kritische Abweichung, kein Szenario verschlechtert.
NO-GO
Mindestens ein Muss-Kriterium ist verletzt. Die Qualitätspunkte zeigen zusätzlich, wie weit der Stand vom Ziel entfernt ist.
OFFEN
Ein Muss-Kriterium ist noch nicht bewertbar, zum Beispiel weil die Referenz fehlt.
Hinweis
SAP-Abgleich, KI-Zweitprüfung, Schnell- und Variantenläufe liefern Erkenntnisse, aber kein Urteil.